Meine Katze hat FIP, was nun?
Lange Zeit galt die Diagnose FIP als ein Todesurteil. Doch seit einigen Jahren gibt es höchst erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten. Hier finden Sie als Tierhalter:in nützliche Informationen zum Thema.
Was ist FIP?
Die feline infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine schwere virale Infektionskrankheit, die ausschließlich Katzen befällt. Sie wird durch eine Mutation des felinen Coronaviruses (FCoV) ausgelöst. FCoV ist für Katzen ungefährlich und ein Großteil aller Katzen ist Träger des FCoV. In ca. 5-10% der Tiere mutiert das Virus und FIP bricht aus. Man unterscheidet zwischen zwei Formen von FIP: der feuchten/effusiven und der trockenen Form.
Feuchte/Effusive Form
Die durch eine FIP Erkrankung ausgelöste Immunantwort des Tiers schädigt dessen Gefäße und es kommt zum Austritt von Flüssigkeiten (Ergüssen), im Brust- und Bauchraum des Tiers.
Trockene Form
Durch die Erkrankung entstehen Entzündungen an Organen, es kommt aber nicht zu Ergüssen, wie in der feuchten Form.
Symptome & Diagnose
Der erste Schritt einer erfolgreichen Behandlung ist eine gesicherte Diagnose. Im Allgemeinen tritt FIP häufiger bei besonders jungen Tieren und bei älteren Tieren (über 12 Jahren) auf. Die Symptome einer FIP Erkrankung sind oft sehr unspezifisch. Suchen Sie daher unbedingt tierärztliche Betreuung auf, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten!
Unspezifische klinische Symptome
Lethargie, Fieber, Apetitlosigkeit, Gewichtsverlust bzw. fehlende Gewichtszunahme bei Jungtieren, Gelbsucht, geschwollene Lymphknoten, Durchfall
Spezifischere klinische Symptome
Ergüsse in Brust- bzw. Bauchraum, neurologische Symptome (z.B. Koordinationsschwäche), Augenentzündungen (Uveitis anterior)
Massiver Erguss im Brust- und Bauchraum
Uveitis anterior
Der "Goldstandard" um eine FIP Erkrankung zu diagnostizieren, ist das Virus durch Immunfärbung nachzuweisen. Dies erfordert allerdings sowohl eine Gewebeentnahme beim Tier als auch eine langwierige Laboranalyse. Daher wird diese Diagnosemethode an lebenden Tieren in der Regel nicht verwendet.
Ergüsse sind diagnostisch die beste Möglichkeit, um eine gesicherte FIP Diagnose zu stellen. Aus dem Erguss entnommenes Material kann beispielsweise mittels der sogenannten Rivalta Probe, oder mit Hilfe von PCR-basierter Methoden analysiert werden. Bei PCR-basierten Methoden ist darauf zu achten, dass die meisten Katzen den unbedenklichen FCoV in sich tragen, der sich genetisch nur minimal von FIP unterscheidet. Genaue Interpretation der Resultate ist daher erforderlich.
In Tieren ohne Ergüssen (trockene Form) ist eine Diagnose besonders schwer und erfordert Erfahrung. Im Zweifelsfall kann auf Anordnung der Veterinärmedizinerin / des Veterinärmediziners auch mit einer GS-441524 basierten Therapie begonnen werden, da die Nebenwirkungen des Wirkstoffs gering sind.
Behandlung
Lange Zeit war die Diagnose FIP ein Todesurteil, doch inzwischen gibt es sehr erfolgreiche Therapiemöglichkeiten. Eine ausführliche Übersicht, über die aktuellen Behandlungsrichtlinien finden Sie in diesem Dokument:
Hier möchten wir kurz die wichtigsten Informationen zu bekannten Wirkstoffen zusammenfassen:
GS-441524
GS-441524 ist ein Metabolit des Wirkstoffs Remdesivir. GS-441524 ist der am besten erforschte Wirkstoff zur Behandlung von FIP. Studien belegen die Wirksamkeit des Wirkstoffes: Studie München/Zürich, Studie UC Davis
Experten empfehlen daher eine 84-tägige Behandlung mit GS-441524 (15 mg/kg täglich, oral) als Standardtherapie für FIP. Folgt man dem etablierten Behandlungsprotokoll, bei dem der Wirkstoff in Form einer oraler Suspension verabreicht wird, stehen die Heilungschancen bei mehr als 85%.
Aber: GS-441524 ist derzeit kein zugelassenes Arzneimittel. Ein legaler Bezug des Wirkstoffs in gesicherter Qualität ist in Österreich derzeit nur in Form einer verschriebenen Formula Magistralis möglich. Wir ermöglichen einen solchen legalen Bezug.
Andere Wirkstoffe
Zahlreiche andere Wirkstoffe wurden untersucht, um FIP zu behandeln. Dazu zählen zum Beispiel die Nukleosidanaloga Remdesivir, Molnupiravir, EIDD-1931 und die Proteasen-Inhibitoren GC-376 und Nirmatrelvir. Remdesivir, Molnupiravir und EIDD-1931 verursachen größere Nebenwirkungen als GS-441524 und sind deutlich schlechter erforscht für die Behandlung von FIP. In Europa sind weder Molnupiravir noch EIDD-1931 legal erhältlich. Remdesivir erfordert eine Injektion des extrem teuren Wirkstoffs.
Die Proteasen Inhibitoren GC-376 und Nirmatrelvir zeigen ebenfalls schlechtere Ergebnisse in der Behandlung von FIP als GS-441524. GC-376 ist derzeit nicht legal erhältlich. Nirmatrelvir wird nur in Kombination mit anderen Nukleosidanaloga (z.B. GS-441524) zur Behandlung von FIP empfohlen.
Rechtliche Situation
GS-441524 ist derzeit kein zugelassenes Arzneimittel. Ihre Veterinärmedizinerin / ihr Veterinärmediziner kann es allerdings auf Grundlage der EU Verordnung 2019/6 Art. 112 und des österreichischen Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) für Ihr Tier als Formula Magistralis verschreiben. Diese kann anschließend in einer öffentlichen Apotheke hergestellt werden. Da es bis vor kurzem in Österreich allerdings kein rechtskonformes Angebot gab, eine solche Formula Magistralis zu beziehen, hat sich ein Schwarzmarkt für GS-441524 entwickelt. Von einem Bezug des Medikaments über den Schwarzmarkt oder über Internetportale aus dem Ausland ist grundsätzlich abzuraten! Verschreibungspflichtige Tierarzneimittel dürfen nach geltendem österreichischem Recht (§ 50 Abs. 3 TAMG) nicht zum Endverbraucher versendet werden.
Die Vorteile unseres Produkts
Rechtssicherheit
Unser Produkt kann rechtskonform in Österreich bezogen werden. Dies bietet Rechtssicherheit und bessere Behandlungsmöglichkeiten für Ihre Katze.
Kontrollierte Qualität
Der Wirkstoff wird auf Identität und Reinheit geprüft und nach geltenden Vorschriften zu einer Formula Magistralis verarbeitet. Darauf können Sie sich verlassen.
Schnelle Verfügbarkeit
Unser Produkt kann wenige Stunden nach Bestellung direkt in der Apotheke “Zum Wilden Kaiser” in St. Johann/Tirol abgeholt werden. Alternativ kann das Medikament binnen 1-3 Werktagen in der Veterinärpraxis Ihres Vertrauens abgeholt werden.
Nützliche Links
Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema